Mandantenfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit einer Software, mehrere unabhängige Kundeninstanzen (Mandanten) auf derselben technischen Infrastruktur zu betreiben. Jeder Mandant arbeitet dabei in einer logisch abgetrennten Umgebung mit eigenen Daten, Einstellungen und Nutzern.
Im Kontext von Online-Terminbuchungssystemen als SaaS-Plattform bedeutet Mandantenfähigkeit:
Für den Plattformbetreiber:
- Zentrales Management aller Kundeninstanzen
- Automatisiertes Provisioning neuer Kundenkalender
- Zentrale Abonnement- und Zahlungsverwaltung
- Übergreifende Statistiken und Auslastungsübersichten
- Verwaltung von SMS-Guthaben und Affiliate-Programmen
- DSGVO-konforme Auftragsdatenverarbeitung (ADV-Verträge)
Für den Endkunden:
- Eigener, isolierter Kalender unter einer Subdomain (z. B.
[kundenid].appointmind.net) - Eigener Admin-Bereich mit eigenem Login
- Keine Sichtbarkeit der Daten anderer Mandanten
- Optional: Single Sign-On (SSO) über OpenID Connect
Abgrenzung: Mandantenfähigkeit ist nicht dasselbe wie einfaches Multi-User-Management. Bei echter Mandantenfähigkeit sind die Instanzen vollständig voneinander getrennt, während beim Multi-User-System nur verschiedene Rollen innerhalb derselben Instanz verwaltet werden.